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„Die Niederländer sind feige und hauen immer vor den Franzosen ab.“ So steht es sinngemäß in den Tagebüchern des Gothaer Leutnants Friedrich A. Rauch, einem Berufssoldaten, der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Armee des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg diente und vor allem durch seine Teilnahme am kleinen Wasunger Krieg bekannt wurde. Seine Aufzeichnungen sind wie die anderer Soldaten und Zeitgenossen ein wichtiges historisches Mittel für die Rekonstruktion militärischer Wissenskulturen und ein Zeugnis davon, wie Wissen allgemein im 17. und 18. Jahrhundert zirkulierte. Wer brachte wohin welches Wissen mit, woher stammte dieses Wissen, welches Wissen kam hinzu und wie wurde dies wiederum verbreitet? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Michael Schwarz derzeit intensiv. Der Historiker promoviert im Rahmen des Promotions- und Postdoktorandenprogramms „Wissensgeschichte der Neuzeit“ der Universität Erfurt zu militärischen Wissenskulturen am Beispiel des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.

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