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Das aktuelle Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist dem Thema Meere und Ozeane gewidmet. Doch nicht nur in der Biologie, der Klimaforschung oder der Geologie spielen die Weltmeere eine bedeutende Rolle. Auch in der Literatur, im Film, in der Kartografie, der Geschichte, der Religion, der Raum-Zeitforschung, der Politik u.s.w. ist das Meer ein zentrales Motiv – kurz in vielen Disziplinen, die auch an der Uni Erfurt erforscht werden. Unser diesjähriger Weihnachtskalender schaut deshalb in 24 Türchen aus ganz unterschiedlichen geisteswissenschaftlichen Perspektiven auf das Thema Ozean. Heute gibt uns Dr. Petra Weigel von der Forschungsbibliothek Gotha einen Einblick in die sogenannten Portulankarten. [...]

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Alexander von Humboldt ist bekannt dafür, auf seinen Reisen jeden noch so hohen Berg erklommen zu haben. Er kroch in jedes Loch, drehte jedes Blatt mehrmals um, sammelte, zeichnete, untersuchte alles, was er entdeckte. Er war eben ein Forscher, der es ganz genau nahm, nicht nur in Bezug auf seine wissenschaftlichen Untersuchungen selbst, sondern auch, was den Umgang mit den Ergebnissen seiner berühmten Forschungsreisen anging. So fertigte er von seinen Reiseberichten, Skizzen, Karten und Pflanzenbildern immer drei Sammlungen an: Eine verschickte er nach Amerika, eine nach Europa und eine trug er selbst bis zu seiner Heimreise bei sich. Und da Schiffe kenterten, Reisegruppen überfallen, bestohlen und getötet wurden, ging Humboldt auf diese Weise sicher, dass wenigstens ein Exemplar letztlich Berlin oder Paris erreichte. Diese Arbeiten prägten nicht nur unser Verständnis von der Natur und der Welt, sie erzählen auch heute noch die Geschichten seiner Reisen und wurden schnell zum Vorbild für viele andere Forschungsreisende. Die "Gothaer Kartenwochen" zeigen jetzt, wie sich Naturforscher wie die Gebrüder Schlagintweit, Heinrich Barth und Hans Meyer auf diesen Humboldtschen Spuren bewegten.

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Der Gothaer Nachlass von Bruno Hassenstein ist ein wahrer Schatz für jeden Wissenschaftshistoriker und Kartografie-Forscher. Das stellte auch "Kartografie-Frischling" Alrun Schmidtke schnell fest und wollte mehr über jenen erfolgreichen Perthes-Verlagskartografen mit der etwas verschrobenen Persönlichkeit erfahren. Im Rahmen eines Herzog-Ernst-Stipendiums beschäftigt sich die 27-jährige Wissenschaftshistorikerin im Gothaer Forschungszentrum der Universität Erfurt derzeit genauer mit Hassenstein – und hat in seinem Nachlass womöglich auch gleich den passenden Forschungsansatz für ihre bevorstehende Doktorarbeit gefunden. Ein Treffen im Geografie-Zimmer des renommierten Forschungszentrums.

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"Das Wichtigste sind Lupe, Bleistift und eine gute Portion Neugier", sagt Sven Ballenthin. Es ist noch früh am Morgen, aber der 39-Jährige ist schon voll in seinem Element. Ballenthin betreut in der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt die Archivalien und Karten der Sammlung Perthes und hat an diesem Morgen Besuch: Eine Gruppe Studierender ist aus Erfurt gekommen, um sich in den historischen Karten auf Globalisierungsspuren zu begeben. Sorgsam hat Ballenthin wunderbar farbige Stücke für die Seminargruppe herausgesucht und erläutert nun Einzelheiten. Zeigt Stadtpläne, Handelswege und Meeresströmungen, macht auf Verzerrungen aufmerksam und auf heute längst überholte Grenzverläufe, auf winzige Details –  beinahe so als habe er die Karten selbst gezeichnet. Ein Vormittag ganz nach seinem Geschmack, das ist ihm anzusehen… [...]

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