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"Fußball ist unser Leben", das WM-Lied der deutschen Nationalmannschaft aus dem Jahr 1973 spricht dem einen oder anderen Fußball-Fan aus der Seele. Bei unserem Studenten Benjamin scheint es aber im wahrsten Sinne des Wortes zuzutreffen. Denn Benjamin Grünwald steht nicht nur für seinen Heimatverein TuS Rüssingen – in dem er seit einem Hattrick innerhalb von fünf Minuten den Spitznamen "5-Minuten-Benji" trägt – und den SC Rapid Erfurt auf dem Platz, sondern engagiert sich neben seinem Studium außerdem intensiv im mehrfach ausgezeichneten Verein "Spirit of Football". Neben der Durchführung des dazu gehörenden StuFu-Seminars an der Uni trainiert er mit minderjährigen Geflüchteten, nimmt mit ihnen an Turnieren teil und organisiert außerdem Veranstaltungen, mit denen sich das Projekt gegen Vorurteile und Rassismus stark macht. "Fußball verbindet die Menschen", ist Benjamin überzeugt, der mit dem Projekt "The Ball" des Vereins Spirit of Football bereits mehr als 20 Länder bereist und dort Workshops sowie Fußballspiele initiiert und durchgeführt hat.

Benjamin ist nun einer von fünf Kandidaten, die von fussball.de als "Amateur des Jahres 2018" nominiert wurden. Für unsere Reihe "Off Campus" haben wir ihn u.a. gefragt, wie sich das Studium im Master Geschichtswissenschaft mit seinem Engagement vereinbaren lässt. [...]

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„Vorsicht, Demokratie!“ heißt das Projekt, das die zwei Masterstudierenden Henriette und Toni leiten. Der Titel soll dabei nicht vor der Demokratie warnen, sondern vielmehr darauf hinweisen, dass sie keine Selbstverständlichkeit ist und von Mitwirkung lebt. Und genau dafür sollen die jugendlichen Projektteilnehmer sensibilisiert werden. Wie das Ganze genau abläuft? „Noch bis Ende des Jahres 2019 wollen wir in jedem Thüringer Landkreis jeweils zwei Barcamps für Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren anbieten. Aktuell haben wir schon über die Hälfte unseres Ziels geschafft“, erklärt Toni. „Es war uns sehr wichtig, dass nicht nur die großen Städte, wie Erfurt, Jena oder Weimar von dem Angebot profitieren, sondern dass wir auch die Jugendlichen in den ländlichen Regionen erreichen. Ob Schulklasse, Verein oder Jugendclub ist dabei egal, nur mindestens 15 Jugendliche sollten es sein, damit das Barcamp-Konzept funktioniert.“

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Pilgern ist ein Prozess der Wandlung – begleitet von einem Gestaltungs- und Veränderungswillen, von schöpferischer Kraft, die im Alltag nicht selten verlorengegangen ist. Ursprünglich ist der Pilger ein Wanderer "in der Fremde", der sich aus religiösen Motiven heraus auf den Weg zu Pilger- oder Wallfahrtsorten macht. Doch längst hat das Pilgern auch die säkularen Lebensbereiche erreicht. Während die Kirchenbesuche und Teilnahmen an Gottesdiensten rückläufig sind, mischen sich auf Jakobsweg und Co. Protestanten und tief gläubige Katholiken auch mit Atheisten, die nicht pilgern, um ihrem Gott nahe zu sein, sondern weil sie auf der Suche nach einem Sinn, nach Tiefe oder einfach nach sich selbst sind. Pilgern ist Mode geworden. "Vielleicht hat das etwas damit zu tun, dass den Menschen in der westlichen Welt der Alltag nicht mehr ausreicht", überlegt Eberhard Tiefensee, Professor für Philosophie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt. "Alles ist technisch ausgereift, aber zu manchen Sachen haben wir einfach den Draht verloren. Unser Alltag macht uns nicht satt, wir bekommen Hunger und wissen nicht, wonach." Als Priester begleitet Tiefensee seit 25 Jahren regelmäßig Pilgergruppen auf ihrer Israel-Reise, zuletzt im Oktober kurz vor dem Semesterstart. Für seinen Glauben oder eine Auszeit vom Hier und Jetzt brauche er das selbst nicht, betont der Professor. Dass das Pilgern aber tatsächlich etwas mit dem Menschen macht, diese Erfahrung teilt auch er [...]

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