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„Die Niederländer sind feige und hauen immer vor den Franzosen ab.“ So steht es sinngemäß in den Tagebüchern des Gothaer Leutnants Friedrich A. Rauch, einem Berufssoldaten, der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Armee des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg diente und vor allem durch seine Teilnahme am kleinen Wasunger Krieg bekannt wurde. Seine Aufzeichnungen sind wie die anderer Soldaten und Zeitgenossen ein wichtiges historisches Mittel für die Rekonstruktion militärischer Wissenskulturen und ein Zeugnis davon, wie Wissen allgemein im 17. und 18. Jahrhundert zirkulierte. Wer brachte wohin welches Wissen mit, woher stammte dieses Wissen, welches Wissen kam hinzu und wie wurde dies wiederum verbreitet? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Michael Schwarz derzeit intensiv. Der Historiker promoviert im Rahmen des Promotions- und Postdoktorandenprogramms „Wissensgeschichte der Neuzeit“ der Universität Erfurt zu militärischen Wissenskulturen am Beispiel des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.

Zachary Purvis sitzt entspannt im Aufenthaltsraum des Forschungszentrums Gotha der Universität Erfurt. Es ist sein letzter Tag in der Residenzstadt. Der Herzog-Ernst-Stipendiat hat drei Wochen hier verbracht, um in der Forschungsbibliothek Gotha für sein PostDoc-Projekt über das Corpus Reformatorum zu recherchieren. Schon morgen wird er  die Heimreise ins schottische Edinburgh antreten, wo er zurzeit an der School of Divinity der Universität forscht. Im Gepäck hat er dann eine Menge Aufzeichnungen, Scans und Kopien der Gothaer Bestände, die für seine Auseinandersetzung mit der Schriftensammlung von Reformationstexten aus dem 19. Jahrhundert essentiell sein werden. Ein Gespräch über Mathematik, die Luther-Dekade und den Beitrag, den er dazu leisten möchte [...]

Im Rahmen des Studium Fundamentale-Seminars „Social Entrepreneurship – von der Idee zum Geschäftsmodell“ setzten sich Studierende der Universität Erfurt und der Fachhochschule Erfurt in diesem Sommersemester mit nachhaltigen und sozialen Gründungsideen auseinander. Unterstützt von den Gründerservicebeauftragten der beiden Hochschulen sowie weiteren Beratern aus dem Thüringer Hochschulgründernetzwerk und dem Netzwerk des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen und Unternehmertum konzipierten sie ausgehend von jeweils einem komplexen gesellschaftlichen Aspekt kleine, ökonomisch realistische Unternehmungen. Jetzt stellten sie ihre Projekte einer Fachjury bestehend aus (v.l.) Anja Wieland (Gründerberaterin für Enterprise Thüringen, Partner im Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum), Stephan Beier (Investmentmanager beim Beteiligungsmanagement Thüringen bm|t), Prof. Dr. Volker Herwig (Serialpreneur, Gründerbotschafter und Professor an der Fachhochschule Erfurt), Brigitte Schramm (Gründerin und Organisationsberaterin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband) sowie Stefan Mayer-Ehrling (Hauptansprechpartner Mitteldeutschland der Ernst & Young Start-up-Initiative) vor:

Studieren auf Probe – an der Universität Erfurt ist das ganz einfach. Jedes Jahr im Juni werden hier die sogenannten "Schnuppertage" angeboten. Das bedeutet, "Studium hautnah" zu erleben. Innerhalb einer Woche können Studieninteressierte ausgewählte Vorlesungen und Seminare besuchen, mit Dozenten und Studierenden sprechen und so Campusluft schnuppern. Dieses Angebot hat auch Susanne genutzt. Sie ist für eine Woche nach Erfurt gekommen, um sich die Uni einmal genauer anzuschauen. Wir haben sie mit der Kamera begleitet...

Zu ihrem inzwischen 14. Projektforum laden die Kommunikationswissenschaftler der Universität Erfurt am Samstag, 27. Juni, in die Alte Parteischule ein. Im dortigen Audimax präsentieren die Absolventen ab 14 Uhr ihre Abschlussarbeiten vor einem Publikum aus Wirtschaft, Medien und Hochschule sowie weiteren Gästen. Im Rahmen des Projektforums wird auch wieder ein mit 500 Euro dotierter Förderpreis für herausragende Bachelor-Abschlussarbeiten verliehen, der in diesem Jahr erneut vom Erfurter Verein für Kommunikation und Medien e.V. ausgelobt wurde. [...]

Die Universität Erfurt ist seit dieser Woche um eine Menge fleißige Mitarbeiterinnen reicher. Und wir haben jetzt auch eine Königin. Was wir uns davon erhoffen? Feinstes "Campusgold", neues Wissen für unsere angehenden Lehrerinnen und Lehrer und die nachhaltige Sicherung unserer zum Teil exotischen Flora auf dem Campus. Nein, dies ist keine Aktion des Gleichstellungsbüros, sondern eine Idee der Hochschulkommunikation in Zusammenarbeit mit Sandra Tänzer, der Professorin für Pädagogik und Didaktik des Sachunterrichts, und einem engagierten Mitarbeiter und Hobby-Imker aus dem Gebäudemanagement. Kurz: Wir haben jetzt Bienen und imkern in unserem Campus-Schulgarten. Aber von vorn:

Tina Sänger, gebürtige Erfurterin und Absolventin des Magister Lehramt Deutsch und Sport an der Universität Erfurt, hat die Bundesverdienstmedaille aus den Händen des Bundespräsidenten Joachim Gauck im Schloss Bellevue erhalten. Die 26-Jährige wurde damit für ihre besonderen Verdienste als Trainerin und Vereinsgründerin des gemeinnützigen Erfurter Kinder und Jundsportvereins "Move it" e.V. ausgezeichnet. [...]

"Wenn Hiob Ludolf heute leben würde, wäre er mit Sicherheit Globalhistoriker", sagt Martin Mulsow, Direktor des Forschungszentrums Gotha der Universität Erfurt, über den Hofbeamten von Herzog Ernst I. und Begründer der Äthiopistik. "Ich könnte mir gut vorstellen, dass er dann einen Lehrstuhl für eine bestimmte Weltregion in Afrika an der Universität Erfurt innehätte. Er würde in entlegene Winkel der Welt reisen und vor Ort Völker, Sprachen und Länder erkunden, nach dem Unbekannten suchen, um auch dies noch zu erforschen. Und er würde alle möglichen sozialen und medialen Kanäle nutzen, um mit den Menschen, die er trifft, in Kontakt zu bleiben." Was heute so alltäglich klingt, blieb Ludolf im 17. Jahrhunderts in dieser Form natürlich verwehrt. Er musste sich also einen anderen Weg suchen, um seinem unermesslichen Forschungsdrang nachzugehen. Dabei war es ein glücklicher Zufall, dass er in Rom eines Tages den äthiopischen Theologen Abba Gorgoryos traf und dieser auf Einladung des Gothaer Hofes eine beschwerliche Reise zu Fuß über die Alpen bis nach Thüringen auf sich nahm. Viel Hab und Gut konnte er dabei nicht mitbringen, dafür aber einen ganz anderen Schatz, auf den es Herzog Ernst der Fromme und Hiob Ludolf abgesehen hatten: sein ganzes Wissen über das Land Äthiopien, seine Kultur, seine Religion, seine Sprache. Vor allem Ludolfs Leben und Wirken wurde von der Begegnung mit dem Theologen beeinflusst, machte sie ihn doch zu einer "Koryphäe der Äthiopienforschung", wie Martin Mulsow ihn nennt. Ein guter Grund, Ludolf und seinen Schüler Johann Michael Wansleben nun zum Gegenstand der internationalen Tagung Ludolf und Wansleben. Orientalistik, Politik und Geschichte zwischen Gotha und Afrika 1650–1700 zu machen. [...]

Gemeinsam mit 20 jungen Leuten aus ganz Europa wollen die Mitglieder der Hochschulgruppe AEGEE Erfurt e.V. vom 17. bis 23. Mai in Erfurt über die Themen Demokratie und Menschenrechte diskutieren. „Democracy in Practice“ heißt das Projekt, das in fünf europäischen Städten stattfindet und junge Studierende aller Disziplinen und Fakultäten zusammenbringen möchte. Für die Trainingswoche im Mai werden noch private Gastgeber gesucht, die die internationalen Gäste beherbergen und ebenfalls am Programm teilnehmen können. Eine gute Gelegenheit, die Hochschulgruppe AEGEE Erfurt e.V. und ihre Projekte mal genauer vorzustellen. Ein Gastbeitrag von Janne Trauzettel und Johanna Kresin. [...] 

Übergroß ragt die dunkle Bronzestatur vor Schloss Friedenstein über die Gothaer Altstadt. Seit 1904 huldigen die Gothaer damit ihrem einstigen Herrscher über das Herzogtum Sachsen – Gotha – Altenburg. Über seiner Rüstung trägt der ernestinische Wettiner einen Umhang, der den Militärhelm zu seinem Fuße mit Stoff bedeckt; in den Händen hält er eine Bibel – ein plastisches Abbild, das in der Vereinigung dieser zwei Symbole vieles über den Werdegang und die Persönlichkeit Ernsts I. erzählt.

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