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Mittwoch, 10 Oktober 2018 07:28

Off Campus: Katharina kämpft gegen extreme Armut

Off Campus: Katharina kämpft gegen extreme Armut Copyright: Marco Urban

Politisches Engagement, ausgefallene Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten, spannende Nebenjobs – unsere Studierenden und Mitarbeiter machen allerhand "nebenbei". Was sie da tun, wollten wir genauer wissen und haben nachgefragt. In unserer kleinen Reihe "Off Campus" stellen wir euch einige davon vor. Katharina studiert Internationale Beziehungen und Rechtswissenschaft im 6. Semester und engagiert sich ehrenamtlich bei der Organisation "One", die sich der Bekämpfung von extremer Armut widmet – aber lest am besten selbst…

Was genau machst du neben dem Studium an der Universität?
Ich engagiere mich neben dem Studium ehrenamtlich bei der entwicklungspolitischen Lobby- und Kampagnenorganisation "One", die sich mit Unterstützung von über neun Millionen Menschen aktiv für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten in Afrika einsetzt.

Seit wann bist du bei "One" und wie kam es dazu?
Seit März 2018 bin ich "One"-Jugendbotschafterin, nachdem ich mich schriftlich und am Telefon beworben bzw. vorgestellt hatte und schließlich zur Kick-Off-Veranstaltung nach Berlin eingeladen wurde. Auf das Jugendbotschafter-Programm bin ich durch eine Kommilitonin aufmerksam geworden, die mir von ihrer Zeit als Jugendbotschafterin und der Arbeit von "One" erzählt hat. Mir gefällt besonders, dass es bei dem Projekt um die Mobilisierung von Stimmen geht und nicht um klassisches Fundraising. 

Ist das ein Ausgleich oder eher eine Ergänzung zum Studium? Warum?
Ich sehe dieses ehrenamtliche Engagement eher als Ergänzung zum Studium, da ich mich auch im Uni-Kontext mit entwicklungspolitischen Fragen beschäftige. Neben der Theorie bekomme ich durch "One" auch ein bisschen Praxis mit.

Was nimmst du daraus für dein Leben, deinen Alltag mit?
Wir Jugendbotschafter wurden zwar über unsere Aufgaben und das Vorgehen für Lobby-, Medien- und Kampagnenarbeit informiert und werden aus dem Büro in Berlin jederzeit unterstützt, aber dennoch war das erste Treffen mit einem Abgeordneten in meiner Funktion als Jugendbotschafterin ein kleiner Sprung ins kalte Wasser. An diesen Herausforderungen wachse ich und die Erfahrungen sind selbstverständlich auch wertvoll für meine berufliche Zukunft. 

Wie bekommst du das alles unter einen Hut?
Die Einführungstage von "One" fanden in den Semesterferien statt, also konnte ich mir problemlos Zeit dafür nehmen. Alles Weitere verläuft parallel zu meinem Studium, Praktikum und allem was sonst so ansteht – aber ich habe mich bewusst für diese Aufgabe entschieden und finde jeden Moment wichtig, in dem ich mich für das Ende extremer Armut einsetzen kann. 

Was ist deine Motivation, was treibt dich an?
Als "One"-Jugendbotschafterin erinnere ich politische Entscheidungsträger an ihre Verantwortung der "Einen Welt" gegenüber. Besonders arme Frauen und Mädchen sind sehr anfällig für die Ungerechtigkeiten unserer Welt. Es kann nicht sein, dass 130 Millionen Mädchen weltweit nicht zur Schule gehen können – dagegen muss man einfach etwas tun.

Was war dein größter Erfolg oder das beste Erlebnis innerhalb der Tätigkeit?
Mein persönliches Highlight war bis jetzt unser Besuch im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung während der Einführungstage. Nachdem wir ins Gespräch mit Entwicklungsminister Gerd Müller kamen, hatten wir die Ehre, uns kurz mit dem ehemaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan auszutauschen. Den Friedensnobelpreisträger persönlich zu sehen, war sehr beeindruckend und inspirierend. 

Was sind die Reaktionen deiner Kommilitonen?
Die Reaktionen meiner Kommilitonen waren bis jetzt durchweg positiv und viele unterstützen mich mit Unterschriften, Likes oder auch der Beteiligung an Aktionen.

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