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Mittwoch, 12 September 2018 14:20

Alumni vorgestellt: Elisabeth, und was machst du so?

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Unsere Alumna Elisabeth hat es in die Schweiz verschlagen. Konkret: Zu Fontis, dem größten evangelischen Verlag in der Schweiz. Dort hat sie nach zweijähriger Tätigkeit als Presse- und Marketing-Managerin im Sommer 2018 die Leitung für Marketing und Presse übernommen. Grund genug für uns, bei ihr nachzufragen, ob und wie Inhalte ihres Bachelor-Studiums der Kommunikationswissenschaft und Anglistik/Amerikanistik im Arbeitsalltag Anwendung finden und was sie am meisten aus Erfurt und ihrer Studienzeit vermisst.

Wie bist du damals auf Erfurt und die Universität aufmerksam geworden?
Die Universität Erfurt war im Bereich der Kommunikations-/Medienwissenschaft die einzige Uni in Deutschland, die ein Auswahlverfahren jenseits des Numerus Clausus anbot. Praktika oder anderweitiges (mediales) Engagement und grundsätzliche Eignung für den Studiengang wurden in einem mehrstufigen Eignungsverfahren geprüft – der ganzheitliche Ansatz bei der Auswahl der Studierenden hat mir gefallen. Außerdem erhielt die Kommunikationswissenschaft der Uni Erfurt im CHE-Hochschulranking der "ZEIT" viele Jahre lang Bestnoten.

Würdest du dich wieder für die Uni Erfurt entscheiden? Und wenn ja, warum?
Meine Entscheidung für die Uni Erfurt würde ich immer wiederholen. Der Campus ist übersichtlich und modern, die Bibliothek sehr gut sortiert und das Café Hilgenfeld der perfekte Ort, um den Koffeinpegel nach einem langen Tag in der Bibliothek wieder aufzuladen. Durch die überschaubare Anzahl an Studierenden an der Universität ist eine persönliche Betreuung durch Dozenten durchaus möglich. Und Erfurt als Stadt ist einfach heimelig: kurze Wege und eine wunderschöne, kulturträchtige Altstadt.

Wie hat dich die Universität auf das Berufsleben vorbereitet und welche Studieninhalte kannst du jetzt im Beruf anwenden?
Die Uni hat mich gelehrt, zu hinterfragen und die richtigen, auch mal unbequemen Fragen zu stellen. Recherche, Durchhaltevermögen, Gruppenarbeiten und wissenschaftliches, korrektes Arbeiten sind auch im Beruf von Vorteil. Das Studium Fundamentale eignet sich hervorragend, um den Wissenshorizont über die eigentlichen Studieninteressen hinaus zu erweitern. Durch die Kombination mit meinem Nebenfach Anglistik ist es mir jetzt möglich, kostspielige Übersetzungsarbeiten selbst durchzuführen und auch auf dem internationalen Parkett eine gute Figur zu machen. Nach wie vor gilt aber: Das praktische Handwerkszeug lernt man "on the job". 

Wie hat das Studium der Kommunikationswissenschaft deinen Blick auf Medien bzw. auf Medienschaffende und die Medienlandschaft in Deutschland verändert?
Mein Medienkonsum ist kritischer geworden – besonders, was beispielsweise Kriegsberichterstattung oder politische Kommunikation angeht. Ich weiß um die Macht, die Medien auf Gesellschaften und politische Gefüge haben können und wie schnell Medien von den verschiedensten Akteuren instrumentalisiert werden können – umso wichtiger ist es, in Zeiten von "Lügenpresse" und Hate Speech, dem öffentlich-rechtlichen Bildungsauftrag nachzukommen. Das Studium der Kommunikationswissenschaft hat in mir den Wunsch geweckt, einen Weg zu finden, um Medien positiv zu nutzen. 

Hast du einen besonderen Tipp zum Berufseinstieg für unsere zukünftigen Absolventen?
Man kann nicht zu viel wissen. Auch, wenn die Uni und die Lernphasen erst einmal vorbei sind: Es hilft, von erfahrenen Kollegen lernen zu wollen und sich in den Bereichen, die für den Beruf wichtig sind, weiterzubilden und das Handwerkszeug zu lernen. Gleichzeitig darf man mutig sein, die eigene Expertise unter Beweis zu stellen. Es gilt, den goldenen Mittelweg zu finden.

Ganz kurz zum Schluss: Was vermisst du aus deiner Studienzeit (in Erfurt) am meisten?
Ich vermisse am meisten meinen flexiblen Tagesablauf. Schlafen bis um 8 Uhr ist mittlerweile Luxus, Kaffeetrinken mit Kommilitonen, während man an einer Hausarbeit oder einem Referat arbeitet, auch. Ganz zu schweigen von den drei Monaten studienfreier Zeit! Von Erfurt vermisse ich das Krämerbrückenfest, die Atmosphäre der Stadt und die Aussicht vom Petersberg am meisten.

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