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Dienstag, 24 April 2018 13:24

Zwischen Mensa und Hörsaal… mit Simon (Internationale Beziehungen und Geschichtswissenschaft)

Zum Wintersemester 2014/15 kam Simon von Lindau am Bodensee zum Studieren an die Uni Erfurt. Nach dem Abitur ging es für ihn zunächst auf eine selbstorganisierte Weltreise durch Mittelamerika, Neuseeland, Südostasien und Indien – passend dazu entschied er sich für ein international ausgerichtetes Studium: Simon studiert Internationale Beziehungen im Hauptfach und Geschichtswissenschaft mit der Vertiefung Weltgeschichte im Nebenfach. Hier erzählt er von seinen Erfahrungen an der Uni Erfurt…

Was war ausschlaggebend für die Entscheidung, an der Uni Erfurt zu studieren?
Eindeutig der Studiengang. Dadurch, dass Erfurt nur eine kleine Universität hat, ist die Stadt vielen Abiturienten gar nicht als Universitätsstandort bekannt. Allerdings haben bestimmte Programme und Fächer mit einem gewissen Seltenheitsgrad wie z.B. Staatswissenschaften oder Internationale Beziehungen eine große Strahlkraft. So findet man beispielsweise den Bachelor in Staatswissenschaften an der Uni Erfurt in sämtlichen Portalen zu interdisziplinären politikwissenschaftlichen Studiengängen unter den Top Rankings – in einem Artikel der Zeit sogar auf Platz 5 der Unis mit den besten politikwissenschaftlichen Programmen. Da es Internationale Beziehungen deutschlandweit an keiner anderen staatlichen Universität als der TU Dresden gibt und die Zulassungsvoraussetzungen dort äußerst rigide sind, habe ich mich an der Universität Erfurt beworben.

Was begeistert dich an deinem Studium? Was sind die Studieninhalte?
Mich begeistert an meinem Studium zu allererst mal meine Fächerkombination. Während Internationale Beziehungen und damit die drei staatswissenschaftlichen Disziplinen Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften, mir die Analysewerkzeuge zum Verständnis vieler komplexer Probleme in unserem internationalen Staatensystem geben, liefert mir mein Nebenfach Geschichte vor allem den Stoff zur Analyse. Beides ist voneinander abhängig, bedingt sich gegenseitig und sollte meiner Meinung nach verpflichtend in einem Studiengang zusammengefasst werden, da Theoriebildung sehr stark über die Geschichte erfolgt.
Außerdem begeistert mich an meinem Studium die Möglichkeit, an der Uni Erfurt auf ein breites Angebot von unentgeltlichen Sprachkursen zurückgreifen zu können. Ich habe in meiner Zeit hier in Erfurt Englisch, Spanisch und sogar Arabisch gelernt.
Meine thematische Spezialisierung innerhalb der Internationalen Beziehungen liegt im Bereich der internationalen Politischen Ökonomie, Friedens- und Konfliktforschung und Theorien der Internationalen Beziehungen und im Bereich der Geschichte vor allem in Westasiatischer Geschichte und Geschichte des Kapitalismus in den USA.

Wie war deine Anfangszeit in Erfurt und speziell an der Uni? Hast du dich schnell zurechtgefunden?
Ja, die Tutorien in der Studieneinführungswoche waren sehr hilfreich und die „Schwarmintelligenz“ der Kommiliton*innen auf jeden Fall ausreichend. Ich war überrascht, wie schön Erfurt ist und wie dynamisch sich seine Subkultur in den vergangenen Jahren entwickelt hat.

Was würdest du Erstsemestern mit auf den Weg geben?
Ich würde ihnen raten, die Prüfungsordnung ordentlich zu lesen, sich nicht zu überladen, lieber etwas länger und etwas breiter zu studieren und sich auf jeden Fall hochschulpolitisch zu engagieren – ob im Fachschaftsrat, in Hochschulgruppen, im StuRa, in der Konferenz Thüringer Studierendenschaften, im Senat oder im Kommunalen Hochschul- und Studierendenbeirat.
Politisiert euch und kämpft für eure Interessen, auch wenn ihr vielleicht nicht mehr in den Genuss eurer Errungenschaften kommt.
Lasst euch vor allem keinen Karrieredruck von irgendjemandem machen, sondern studiert das, was euch interessiert. Und macht dort Praktika, wo ihr euch wohlfühlt und nicht in einer Einrichtung, die sich nur gut auf dem Lebenslauf macht.

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