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Montag, 12 März 2018 15:26

Zur Ausbildung an die Uni: Emily über ihre Erfahrungen

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Im September 2017 kam Emily (17) an die Uni Erfurt – nicht zum Studieren, sondern für eine Ausbildung in der Universitätsbibliothek zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Warum sie sich für die Ausbildung an der Uni Erfurt entschieden hat und was sie genau macht, erzählt sie im Interview…

Wie kam es überhaupt, dass du dich an der Uni Erfurt beworben hast?
Zum einen wollte ich schon immer mit Büchern arbeiten, zum anderen brauche ich im Alltag Kontakt zu Menschen. Die Ausbildung in der Uni-Bibliothek bietet beides. Dazu kam, dass in meiner Heimatstadt Gera gerade nicht in der Bibliothek ausgebildet wird, also habe ich mich hier beworben.

Was sind die Inhalte deiner Ausbildung?
Ich lerne die verschiedenen Geschäftsgänge kennen, die sich hinter den Kulissen abspielen. Das beinhaltet eigentlich alles, was gemacht werden muss, bevor das Buch für den Benutzer im Regal landet. Außerdem gehört natürlich auch der Umgang mit den Benutzern zum Ausbildungsalltag.

Inwieweit glaubst du unterscheidet sich die Ausbildung an einer Universitätsbibliothek zu anderen Ausbildungen?
Das Offensichtlichste betrifft die Benutzergruppen – die sind hier komplett anders als beispielsweise in einer Stadtbibliothek. An der Uni kommen beinahe ausschließlich Studierende und Professoren vorbei. Und natürlich gibt es große Unterschiede im Bestand. Wir pflegen hier überwiegend Fachbücher, anderswo stehen vermutlich Belletristik-Romane ganz oben auf der Liste. Ich glaube auch, dass die Mitarbeiter hier durch den täglichen Umgang mit den Studierenden nicht so „festgefahren“ sind, wie vielleicht in anderen Bibliotheken.

Was hat dich besonders an der Ausbildung interessiert? Gibt es etwas, das dich überrascht hat?
Am meisten hat mich eigentlich immer der Kontakt zu den Menschen in der Bibliothek interessiert. Wirklich überrascht haben mich die vielen Hintergrundarbeiten und Vorbereitungen. Als „normaler“ Nutzer einer Bibliothek hat man ja keine Ahnung, was da alles dazugehört. Aber wenn man, so wie ich, jeden Tag Einblicke hinter die Kulissen bekommt, ist man am Anfang schon sehr erstaunt. Aber ansonsten ist bisher alles so gekommen, wie ich es mir vorgestellt habe.

Was würdest du auf die klassische Frage „Und was kann man dann damit machen?“ antworten?
Erstaunlicherweise kann man mit meinem Beruf sehr viel machen. Es existieren fünf verschiedene Fachrichtungen für den Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste. Statt in einer Bibliothek, könnte ich beispielsweise genauso gut in einem Krankenhaus oder einem Archiv arbeiten.

Auch wenn du noch genug Zeit vor dir hast – hast du schon ein Gefühl dafür, was du am Ende mitnehmen bzw. vermissen wirst?
Auf jeden Fall die Kollegen. Ich lebe mich ja momentan immer noch ein, aber es gibt schon jetzt ein paar Leute, die ich am Ende vermissen werde.

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