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Mittwoch, 14 März 2018 13:00

Off Campus: Robert betreut sozial benachteiligte Kinder

Politisches Engagement, ausgefallene Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten, spannende Nebenjobs – unsere Studierenden und Mitarbeiter machen allerhand „nebenbei“. Was sie da tun, wollten wir genauer wissen und haben nachgefragt. In unserer kleinen Reihe „Off Campus“ stellen wir euch einige davon vor. Robert studiert Erziehungswissenschaft und Evangelische Religionslehre im 5. Semester und engagiert sich ehrenamtlich in einem Projekt, das sich sozial benachteiligten Kindern widmet – aber lest am besten selbst…

Was genau machst du neben dem Studium an der Universität?
Ich engagiere mich neben meinem Studium ehrenamtlich als Mentor innerhalb des Projektes „Bärenstark“, das sich um Kinder vom Roten Berg – einem Plattenbaugebiet und sozialem Brennpunkt in Erfurt – kümmert. Als Mentor treffe ich mich mit „meinem“ Patenkind einmal pro Woche für zwei Stunden, in denen wir zusammen Zeit verbringen und etwas unternehmen.

Seit wann engagierst du dich in dem Projekt und wie kam es dazu?
Im Oktober 2016 wurde mir und meinen Kommilitonen das Projekt „Bärenstark“ innerhalb eines Religionsseminares vorgestellt. Anschließend habe ich mein Interesse an dem Projekt geäußert und wurde daraufhin zu einem ersten Informationsgespräch eingeladen.

Bringt dir die Tätigkeit Vorteile im Studium? Falls ja, inwiefern?
Die Tätigkeit als Mentor bringt mir einerseits den Vorteil, dass es nahezu perfekt zu meiner Hauptstudienrichtung Erziehungswissenschaft passt. Andererseits kann ich mir diese Tätigkeit als Praktikum anrechnen lassen.

Ist das ein Ausgleich oder eher eine Ergänzung zum Studium? Warum?
Ich würde es eher als Ausgleich bezeichnen, da auch ich durch die gemeinsamen Ausflüge auf andere Gedanken komme und somit Abstand zum Uni-Alltag gewinne.

Wie bekommst du das alles unter einen Hut?
Da die Tätigkeit als Mentor eine gelungene Abwechslung darstellt, nehme ich es nicht als zusätzliche, anstrengende Aufgabe wahr. Lediglich in der Klausuren-Phase kann es dazu kommen, dass wir uns nicht sehen. Grundsätzlich sind zwei Stunden Mentoring aber kein (Zeit-)Problem.

Was nimmst du daraus für dein Leben, deinen Alltag mit?
Mich begeistert die Arbeit mit Kindern allgemein. Als ich nach meinem Abitur ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer integrativen Grundschule machte, konnte ich bereits Erfahrungen mit Kindern innerhalb der Institution Schule sammeln. Ich bin froh, dass ich durch das Mentoring nun auch die Einzelarbeit mit Kindern kennenlerne, was mir im späteren Berufsleben durchaus Vorteile verschaffen könnte.

Was ist deine Motivation, was treibt dich an?
Es macht einfach Spaß, als Mentor die Möglichkeit zu haben, Kindern viele neue Dinge zu zeigen und so ihren Horizont zu erweitern. Deshalb bin ich auch jede Woche aufs Neue motiviert, einen weiteren gemeinsamen Ausflug zu planen.

Was war das beste Erlebnis innerhalb der Tätigkeit?
Am schönsten ist es immer, wenn man am Ende des Tages gesagt bekommt, dass es ein toller und aufregender Tag war. Wenn man merkt, dass es dem Kind gefallen hat, ist das die größte Belohnung.

Was sind die Reaktionen deiner Kommilitonen?
Durchweg positiv. Da die meisten allerdings einen zeitintensiven Nebenjob haben und zur Uni pendeln, käme ein Mentoring für sie oftmals nicht infrage.

Foto: Eindrücke von einem typischen Mentoring-Nachmittag.

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