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Mittwoch, 28 Juni 2017 14:34

Alumni vorgestellt: Philip, und was machst du so?

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Philip kam von Leinefelde nach Erfurt, um im Magister Katholische Theologie zu studieren. Heute ist unser Alumnus Diakon in Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst. Seine Aufgaben gehen dabei von der Assistenz während der heiligen Messe, über das Taufen, Trauen und Beerdigen, hin zur Kinder- und Jugendarbeit bis zu seelsorglichen Aufgaben. Warum ihn sein Theologie-Studium gut darauf vorbereitet hat und welche Erfahrungen er an der Uni Erfurt gesammelt hat, berichtet er im Interview…

Wie bist du damals auf Erfurt und die Universität aufmerksam geworden?
Da Erfurt über die einzige Katholisch-Theologische Fakultät in den neuen Bundesländern verfügt, war es für mich naheliegend, auch in Erfurt Katholische Theologie zu studieren.

Was hat dich speziell zum Theologie-Studium bewegt?
Schon während meiner Schulzeit hatte ich ein ausgeprägtes Interesse an theologischen wie philosophischen Themenstellungen, mit denen ich mich innerhalb des Studiums intensiver beschäftigen wollte. Dazu gehört beispielsweise eine realistische Einschätzung der Größe, aber eben auch der Grenze des Menschen. Für mich handelt es sich hierbei nicht um irgendwelche Spielereien, sondern um Themen mit einem grundsätzlichen Wert.

Was hat das Theologie-Studium mit deinem Glauben gemacht?
Für meinen eigenen Glauben war das Theologie-Studium von Anfang an eine absolute Bereicherung. Durch das Studium hatte ich die Möglichkeit, auf eine vielfältige Art und Weise meinen Glauben kritisch-konstruktiv zu reflektieren und zu vertiefen.
Darüber hinaus half mir das Studium dabei, im Glauben sprachfähig zu werden – ein nicht zu unterschätzender Fakt angesichts der Herausforderung, anderen Menschen Auskunft über meine Hoffnung zu geben.

Würdest du dich wieder für die Uni Erfurt entscheiden? Und wenn ja, warum?
Ich würde mich jederzeit wieder für ein Theologie-Studium an der Erfurter Fakultät entscheiden. Ausschlaggebend dafür sind nicht nur ein ideales Lernumfeld und eine sehr attraktive Stadt, sondern auch der Standort Erfurt aus theologischer Perspektive. So hat es schon einen gewissen Reiz, in einer weitgehend säkularen Umgebung katholische Theologie zu studieren. Damit kann die Erfurter Fakultät Vorreiter für andere Fakultäten und Hochschulen sein.

Wie hat dich die Universität auf das Berufsleben vorbereitet und welche Studieninhalte kannst du jetzt im Beruf anwenden? Welche zentralen Kompetenzen hat dir ganz speziell das Theologie-Studium dabei vermittelt? 
Für meine umfassenden Aufgaben als Diakon hat mich mein Theologie-Studium aufgrund seiner Breite gut vorbereitet. Mit seinen insgesamt zwölf Disziplinen gibt es wohl kaum einen Bereich, der nicht für den späteren diakonalen oder priesterlichen Dienst abgedeckt wird. Besonders profitiere ich von der Pastoraltheologie – einem Fach, dessen Aufgabe es ist, Leben und Lehre der Kirche kritisch zu begleiten und mit neuen Anstößen weiterzuentwickeln.

Hast du einen besonderen Tipp zum Berufseinstieg für unsere zukünftigen Absolventen?
Hilfreich für den Berufseinstieg sind vor allem Neugier und Offenheit für die Mitmenschen. Schließlich gehört es ja zum Profil eines Diakons bzw. Priesters, sie bei ihrer Suche nach Sinn und Orientierung zu unterstützen und ihnen die Option des Glaubens für ein gelingendes Leben anzubieten.

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