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Donnerstag, 02 April 2015 09:48

"Ich bin dann mal weg...“ – Eva-Maria in Irland

Eva-Maria Kilian ist Bachelor-Studentin (Hauptfach: Anglistik/Amerikanistik, Nebenfach: Germanistik) im 5. Fachsemester und ist gerade zum Studieren in Irland. Eva-Maria Kilian ist Bachelor-Studentin (Hauptfach: Anglistik/Amerikanistik, Nebenfach: Germanistik) im 5. Fachsemester und ist gerade zum Studieren in Irland.

Ein Auslandsaufenthalt ist eine feine Sache. Man kann eine fremde Sprache vertiefen, bekommt Einblicke in eine andere Kultur, knüpft neue Kontakte, erweitert seinen Horizont und nebenbei macht es sich im Lebenslauf auch immer gut. Mehr als einhundert Studierende der Uni Erfurt wagen diesen Schritt alljährlich und absolvieren ein Auslandssemester. Wir haben Eva-Maria gefragt, wie sie Ihre Studienzeit in Irland erlebt.

Wo bist du und für welchen Zeitraum wirst du dort sein?
Ich befinde mich seit September 2014 in Dublin und werde hier noch bis Mai an dem University College of Dublin (UCD) studieren.

Wie begrüßt man sich dort?
Viele Iren rufen wie die Engländer „How are you?“ zur Begrüßung, auch wenn es nur im Vorbeigehen ist. Eine tiefgehende Antwort wird nicht erwartet – ein zweites „How are you?“ reicht vollkommen aus. Natürlich gehen auch „Hello!“, „Hi!“ oder „Hiya!“.

Warum hast du dich entschieden, dorthin zu gehen?
Weil ich englische Literatur in einem englischsprachigen Land studieren wollte. Meine Lieblingsschriftstellerin Jane Austen wurde leider nie in einem Seminar an der Uni Erfurt angeboten. Ich bin vorher einmal kurz in Irland gewesen und die Landschaft hat mich sehr beeindruckt, deshalb wollte ich gerne hierher. Natürlich möchte ich auch mein Englisch perfektionieren.

Welche Erwartungen hast du an deine Zeit im Ausland und werden sie bisher erfüllt?
Ich kann hier wunderbare englische Schriftsteller studieren und deshalb wurde diese Erwartung erfüllt. Dublin bietet viel an Unterhaltung von Theatern über Museen bis hin zu Bibliotheken. Nicht zu vergessen: die vielen Pubs!

Ist es einfach, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen?
Es ist einfacher, wenn du Studentin bist. Es gibt an der Uni viele Gruppen und Aktivitäten, in denen man außerhalb der Seminare mit anderen Studenten in Kontakt kommen kann. Die German Society trifft sich zum Beispiel zweimal pro Woche zum „Kaffeklatsch“ und dabei kann man leicht Kontakte knüpfen. Ansonsten gibt es die wohl beliebteste Filmsociety, die regelmäßig kostenlos Filme im Unikino zeigt, die Musical-Society, Arts Society, Theater und Discussion Socs und vieles mehr.

Gibt es etwas im Studium oder täglichen Leben, das sich grundlegend von deinem Alltag in Erfurt unterscheidet? Falls ja, was und hat es dich überrascht?
Meine Uni in Dublin ist erheblich größer als die Uni Erfurt. Es gibt hier rund 25.000 Studenten und davon sind 5.000 internationale Studenten und der Campus ist immer sehr belebt, sogar an den freien Tagen. Der Campus ist auch viel größer und ich musste mich erst daran gewöhnen. Aber die große Studentenzahl ist wohl auch der Grund dafür, warum es so viele Societies und Angebote gibt.

Was würdest du anderen empfehlen, die sich für einen Auslandsaufenthalt vorbereiten?
Es ist auf jeden Fall gut, sich über die Uni, das Land und die Sprache zu informieren. Aber es läuft nie alles nach Plan, also nicht zu viel im Voraus planen. Ansonsten einfach alles auf sich zukommen lassen!


Fotos: privat

 

Weitere Informationen:

Bachelor-Studienrichtung Germanistik

Bachelor-Studienrichtung Anglistik/Amerikanistik

Studium im Ausland