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Malek Harba kam vor zehn Jahren von Syrien nach Deutschland, um sein politikwissenschaftliches Studium abzuschließen und zu promovieren. Seitdem engagierte er sich ehrenamtlich und unterstützt Flüchtlinge bei der Integration in Deutschland. So entstand schließlich die Idee, ein eigenes Sprachenzentrum mit ganzheitlichem Ansatz zu gründen. Anfang April hat er das Erfurter Zentrum für Sprachen und Integration (EZSI) eröffnet. Sein Motto: "Von Zugewanderten für Zugewanderte“.

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Wenn man Sonja Dolinsek fragt, ob sie Feministin und Frauenrechtlerin sei, wägt die Forscherin erst einmal genau ab, was sie antwortet. Dann ein zaghaftes "Ja schon" und im Nachgang der Hinweis, wie viele unterschiedliche Vorstellungen es doch vom Feminismus gibt. Selbstbestimmungsrechte – das ist es schon eher, worum es ihr geht. Als Mensch natürlich, aber auch als Wissenschaftlerin, die sich intensiv mit Frauen- und Menschenhandel, Prostitution und Sklaverei auseinandersetzt. Zu diesem Thema verfasst Dolinsek gerade ihre Doktorarbeit im Fachbereich Globalgeschichte der Universität Erfurt, in der sie vor allem globale Netzwerke und transnationale Politiken nach dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

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Bilal Rana war wie besessen. Jede freie Minute verbrachte er mit Laptop oder Handy, um zu beobachten, was es Neues gibt. Denn in seinem Heimatland Pakistan bewegte sich etwas gesellschaftlich und politisch Relevantes: Wo der Islam die Gesellschaft prägt und ein sensibles Thema ist, erwachten religionskritische Stimmen aus ihrem Dornröschenschlaf und trauten sich trotz des pakistanischen Blasphemiegesetzes, das Islamkritik bis hin zur Todesstrafe ahnden kann, ihre Ideen und Gedanken öffentlich zu teilen. Das Aufkommen der Sozialen Medien, die Freiheit und Anonymität, die sie in ihrer öffentlichen Sphäre bieten, machten es möglich. Während Minderheiten und der gesellschaftliche Rand nun überhaupt erst eine Öffentlichkeit erreichen, nutzen traditionelle und auch extremistische Gruppen diese Plattform als Zugang zu noch mehr Menschen als über die klassischen Medien. Rana faszinierte diese Entwicklung nicht nur aus Sicht des liberalen Pakistani, des Internet- und Social Media-Nutzers, der er selbst ist, sondern auch als Medien- und Kulturwissenschaftler. Warum diese hobbyistische Besessenheit also nicht mit der Wissenschaft verbinden?! Heute ist Rana Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung und untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Professur für Islamwissenschaft der Universität Erfurt genau dieses Thema. Hier hat sich, aus der Ferne betrachtet, seine Anfangsthese aber erst einmal radikal geändert […]

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„Die Niederländer sind feige und hauen immer vor den Franzosen ab.“ So steht es sinngemäß in den Tagebüchern des Gothaer Leutnants Friedrich A. Rauch, einem Berufssoldaten, der Mitte des 18. Jahrhunderts in der Armee des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg diente und vor allem durch seine Teilnahme am kleinen Wasunger Krieg bekannt wurde. Seine Aufzeichnungen sind wie die anderer Soldaten und Zeitgenossen ein wichtiges historisches Mittel für die Rekonstruktion militärischer Wissenskulturen und ein Zeugnis davon, wie Wissen allgemein im 17. und 18. Jahrhundert zirkulierte. Wer brachte wohin welches Wissen mit, woher stammte dieses Wissen, welches Wissen kam hinzu und wie wurde dies wiederum verbreitet? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Michael Schwarz derzeit intensiv. Der Historiker promoviert im Rahmen des Promotions- und Postdoktorandenprogramms „Wissensgeschichte der Neuzeit“ der Universität Erfurt zu militärischen Wissenskulturen am Beispiel des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg.

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