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Eine studierte Musikwissenschaftlerin und Theaterdramaturgin als Doktorandin an der Uni Erfurt? "Ja, für mich war das ein echter Glücksgriff", sagt Jasmin Kutzner. Sie ist das neue Gesicht am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart", das am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt angesiedelt ist. In den kommenden drei Jahren wird die 28-Jährige hier erforschen, welchen Einfluss die synagogale Liturgie und die rituellen Praktiken des Judentums auf das Schaffen jüdischer Komponisten im 20. Jahrhundert hatten. [...]

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Die Beschneidung von Jungen ist ein religiöses Ritual, das in vielen Ländern hitzig diskutiert wird und immer wieder soziale und politische Spannungen erzeugt. Diese Spannungen traten aber nicht erst jüngst in Erscheinung, sondern haben eine lange Geschichte: Schon in der Antike haben sich Griechen, Römer, Juden und Christen deshalb überworfen. Diese historischen Diskussionen spielen wiederum eine wichtige Rolle in den aktuellen öffentlichen Auseinandersetzungen über die Beschneidung, in denen Befürworter und Gegner ihre Argumente um die alten religiösen Interpretationen herum gruppieren. Dr. Karin Berber Neutel von der Universität Oslo untersucht in ihrem Forschungsprojekt, wie diese Konstruktionen der Vergangenheit in die aktuellen Beschneidungsdebatten einfließen. Seit Mitte September ist die niederländische Religionsforscherin Fellow am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart" des Max-Weber-Kollegs der Uni Erfurt. Eine Kurzvorstellung [...]

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Erfurt ist tief verwurzelt mit der jüdischen Kultur des Mittelalters, die hier nachweislich seit dem 11. Jahrhundert Seite an Seite mit der christlichen Kultur existierte. Das damalige jüdische Viertel befand sich im Zentrum der Altstadt, wo noch heute die Alte Synagoge, die Mikwe – ein jüdisches Ritualbad – und nicht zuletzt der Jüdische Schatz, der 1998 bei Bauarbeiten entdeckt wurde, von Leben und Praktiken der Erfurter jüdischen Gemeinde zeugen. Genau das richtige Umfeld also, um jüdische Rituale zu erforschen und der Frage nachzugehen, wie sich diese in unterschiedlichen Kontexten verändert und weiterentwickelt haben – findet auch Dr. Claudia Bergmann. Seit November koordiniert die promovierte Alttestamentlerin das Projekt „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt – und schätzt dabei auch die Nähe des Projektes zu dieser gelebten Geschichte, aber auch zum Jetzt und Hier religiöser Praktiken insgesamt.

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