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Jüdische und christliche Rituale sind seit jeher eng miteinander verflochten und genau diese Verflechtungen sind es, die den Theologen Gerard Rouwhorst besonders interessieren. Der Professor für Liturgische Studien an der Universität Tilburg untersucht die Wurzeln früher christlicher Rituale und die komplexen Beziehungen und Interaktionen zwischen jüdischen und christlichen Riten. Dabei verortet er diese in ihren historischen Kontext und erforscht so ihre theologischen als auch anthropologischen Dimensionen, ihre sozialen Funktionen und ihre Einbettung in die sozialen Strukturen von Gemeinschaften und Gesellschaften. Seit dieser Woche ist der niederländische Theologe Fellow am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart" des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt. Eine Kurzvorstellung [...]

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Eine studierte Musikwissenschaftlerin und Theaterdramaturgin als Doktorandin an der Uni Erfurt? "Ja, für mich war das ein echter Glücksgriff", sagt Jasmin Kutzner. Sie ist das neue Gesicht am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart", das am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt angesiedelt ist. In den kommenden drei Jahren wird die 28-Jährige hier erforschen, welchen Einfluss die synagogale Liturgie und die rituellen Praktiken des Judentums auf das Schaffen jüdischer Komponisten im 20. Jahrhundert hatten. [...]

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Wenn man Sonja Dolinsek fragt, ob sie Feministin und Frauenrechtlerin sei, wägt die Forscherin erst einmal genau ab, was sie antwortet. Dann ein zaghaftes "Ja schon" und im Nachgang der Hinweis, wie viele unterschiedliche Vorstellungen es doch vom Feminismus gibt. Selbstbestimmungsrechte – das ist es schon eher, worum es ihr geht. Als Mensch natürlich, aber auch als Wissenschaftlerin, die sich intensiv mit Frauen- und Menschenhandel, Prostitution und Sklaverei auseinandersetzt. Zu diesem Thema verfasst Dolinsek gerade ihre Doktorarbeit im Fachbereich Globalgeschichte der Universität Erfurt, in der sie vor allem globale Netzwerke und transnationale Politiken nach dem Zweiten Weltkrieg untersucht.

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Bilal Rana war wie besessen. Jede freie Minute verbrachte er mit Laptop oder Handy, um zu beobachten, was es Neues gibt. Denn in seinem Heimatland Pakistan bewegte sich etwas gesellschaftlich und politisch Relevantes: Wo der Islam die Gesellschaft prägt und ein sensibles Thema ist, erwachten religionskritische Stimmen aus ihrem Dornröschenschlaf und trauten sich trotz des pakistanischen Blasphemiegesetzes, das Islamkritik bis hin zur Todesstrafe ahnden kann, ihre Ideen und Gedanken öffentlich zu teilen. Das Aufkommen der Sozialen Medien, die Freiheit und Anonymität, die sie in ihrer öffentlichen Sphäre bieten, machten es möglich. Während Minderheiten und der gesellschaftliche Rand nun überhaupt erst eine Öffentlichkeit erreichen, nutzen traditionelle und auch extremistische Gruppen diese Plattform als Zugang zu noch mehr Menschen als über die klassischen Medien. Rana faszinierte diese Entwicklung nicht nur aus Sicht des liberalen Pakistani, des Internet- und Social Media-Nutzers, der er selbst ist, sondern auch als Medien- und Kulturwissenschaftler. Warum diese hobbyistische Besessenheit also nicht mit der Wissenschaft verbinden?! Heute ist Rana Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung und untersucht im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Professur für Islamwissenschaft der Universität Erfurt genau dieses Thema. Hier hat sich, aus der Ferne betrachtet, seine Anfangsthese aber erst einmal radikal geändert […]

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Manch einem an der Uni Erfurt dürfte ihr Gesicht noch vertraut sein, anderen würden wir sie an dieser Stelle gern vorstellen: Dr. Katharina Held ist seit 15. April die neue Leiterin Forschung und Nachwuchsförderung im Stabsbereich ProUni. Sie tritt damit die Nachfolge von Dr. Thomas Horstmann an, der die Uni Erfurt Ende 2015 nach Leipzig verlassen hat. [...]

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Hannah Peaceman ist das neue Gesicht am Research Centre „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis in die Gegenwart“ der Universität Erfurt. In den nächsten drei Jahren wird sie hier vor allem an ihrem Promotionsprojekt arbeiten. Darin geht es um die „Jüdische politische Philosophie in der deutschsprachigen Diaspora vom 19. Jahrhundert und bis zur Shoah“. Gleichzeitig wird die gebürtige Mainzerin, die auch Kollegiatin am Max-Weber-Kolleg der Uni Erfurt ist, die Arbeit des Reseach Centre unterstützen, zum Beispiel bei der Durchführung von Konferenzen. [...]

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“Es gibt ein großes und doch ganz alltägliches Geheimnis. Alle Menschen haben daran teil, jeder kennt es, aber die wenigsten denken je darüber nach. Die meisten Leute nehmen es einfach so hin und wundern sich kein bisschen darüber. Dieses Geheimnis ist die Zeit.“  Michael Ende

Fünf Tage, neun Arbeitsphasen, ein Dutzend Forschungsteams, hunderte gute Gedanken und unzählbare Liter Kaffee. Die CEREB Reseach Week ging am 14. März 2016 in die dritte Runde und ermöglichte ihren Teilnehmern vor allem eins: Zeit. Zeit, sich einem speziellen Forschungsprojekt, einer Idee, oder einem konkreten Vorhaben zu widmen; Zeit frei von sonstigen Abläufen des eigentlichen Arbeitsalltags; Zeit für nationale und internationale Gäste; Zeit für Wissenschaft. [...]

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An der Universität Erfurt hat eine neue Forschungsstelle „Sprache. Kommunikation. Religionsunterricht“ ihre Arbeit aufgenommen. Sie ist am Martin-Luther-Institut und an der Professur für Religionspädagogik angesiedelt. Wir haben mit der Leiterin Prof. Dr. Andrea Schulte über ihre Pläne gesprochen…

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Erfurt ist tief verwurzelt mit der jüdischen Kultur des Mittelalters, die hier nachweislich seit dem 11. Jahrhundert Seite an Seite mit der christlichen Kultur existierte. Das damalige jüdische Viertel befand sich im Zentrum der Altstadt, wo noch heute die Alte Synagoge, die Mikwe – ein jüdisches Ritualbad – und nicht zuletzt der Jüdische Schatz, der 1998 bei Bauarbeiten entdeckt wurde, von Leben und Praktiken der Erfurter jüdischen Gemeinde zeugen. Genau das richtige Umfeld also, um jüdische Rituale zu erforschen und der Frage nachzugehen, wie sich diese in unterschiedlichen Kontexten verändert und weiterentwickelt haben – findet auch Dr. Claudia Bergmann. Seit November koordiniert die promovierte Alttestamentlerin das Projekt „Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart“ am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt – und schätzt dabei auch die Nähe des Projektes zu dieser gelebten Geschichte, aber auch zum Jetzt und Hier religiöser Praktiken insgesamt.

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Im Frühjahr 2016 soll der Dokumentarfilm "Kommen Rührgeräte in den Himmel?" in unsere Kinos kommen. Im Mittelpunkt des Filmes steht das legendäre – oft in charmantem Orange gehaltene – Rührgerät RG 28, das bis 1993 im VEB Elektrogerätewerk Suhl produziert und auch über die ostdeutschen Grenzen hinaus zum Kultobjekt wurde. Während seiner mehrwöchigen Dreharbeiten hat das Filmteam auch Prof. Dr. Josef Freitag von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt interviewt. Grund genug, ihn selbst einmal zu fragen: Prof. Dr. Freitag, haben Gegenstände eine Seele?

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