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Jüdische und christliche Rituale sind seit jeher eng miteinander verflochten und genau diese Verflechtungen sind es, die den Theologen Gerard Rouwhorst besonders interessieren. Der Professor für Liturgische Studien an der Universität Tilburg untersucht die Wurzeln früher christlicher Rituale und die komplexen Beziehungen und Interaktionen zwischen jüdischen und christlichen Riten. Dabei verortet er diese in ihren historischen Kontext und erforscht so ihre theologischen als auch anthropologischen Dimensionen, ihre sozialen Funktionen und ihre Einbettung in die sozialen Strukturen von Gemeinschaften und Gesellschaften. Seit dieser Woche ist der niederländische Theologe Fellow am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart" des Max-Weber-Kollegs der Universität Erfurt. Eine Kurzvorstellung [...]

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Die Beschneidung von Jungen ist ein religiöses Ritual, das in vielen Ländern hitzig diskutiert wird und immer wieder soziale und politische Spannungen erzeugt. Diese Spannungen traten aber nicht erst jüngst in Erscheinung, sondern haben eine lange Geschichte: Schon in der Antike haben sich Griechen, Römer, Juden und Christen deshalb überworfen. Diese historischen Diskussionen spielen wiederum eine wichtige Rolle in den aktuellen öffentlichen Auseinandersetzungen über die Beschneidung, in denen Befürworter und Gegner ihre Argumente um die alten religiösen Interpretationen herum gruppieren. Dr. Karin Berber Neutel von der Universität Oslo untersucht in ihrem Forschungsprojekt, wie diese Konstruktionen der Vergangenheit in die aktuellen Beschneidungsdebatten einfließen. Seit Mitte September ist die niederländische Religionsforscherin Fellow am Research Centre "Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart" des Max-Weber-Kollegs der Uni Erfurt. Eine Kurzvorstellung [...]

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