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"Männerpastoral ist eine echte Leerstelle in der Kirche“, sagt Sebastian Mutke. Der Alumnus der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Erfurt arbeitet heute als Pastoralreferent im Bistum Osnabrück und will dazu beitragen, eben diese Leerstelle zumindest etwas zu füllen. Für sein Projekt "Wo das Evangelium zu Hause ist – Väterabende für Erstkommunionkinder“ hat er sogar den "Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland“ des Deutschen Katholiken e.V. bekommen. Wir haben ihn gefragt, was es mit dieser Idee auf sich hat.

Zwei waagerechte Striche und ein senkrechter – es war diese Zeichnung eines blinden Kindes, die einst Vera Göckelmanns und Jolana Pons‘ Interesse an taktil illustrierten Büchern weckte. Zwei waagerechte Striche und ein senkrechter – zwei Stufen und ein Geländer – ein Bus. Blinde Kinder nehmen Gegenstände anders wahr als sehende, das ist gemeinhin bekannt. Dass Kinderbücher für Blinde deshalb auch mehr als die Kombination von Blindenschrift und erhabenen Umrissen von in der Welt der Sehenden bekannten Symbolen sein sollten, diese Erkenntnis ist noch nicht so weit verbreitet. Ein gelber Kreis mit Strahlen stellt für sehende Kinder eine Sonne dar, für Sehbehinderte ist sie vor allem eines: warm, genau wie ein Bus für sie zwei Stufen und ein Geländer zum Festhalten sein kann. Für taktil gestaltete Kinderbücher besteht genau darin die Herausforderung: Wie kann eine Geschichte auch für blinde Kinder sinnlich erfahrbar gemacht werden? Jolana Pons und ihre ehemalige Kommilitonin Vera Göckelmann treibt diese Frage um. Gerade taktil illustrierte Bücher faszinieren die beiden, also Bücher, die sowohl eine haptische als auch eine visuelle Wahrnehmung ansprechen und damit für sehende und blinde Kinder gleichermaßen gemacht sind. Gemeinsam haben die Absolventinnen des Masters Kinder- und Jugendmedien an der Universität Erfurt nicht nur ihre Abschlussarbeit zu dem Thema verfasst, sondern sie bieten nach ihrem Abschluss nun auch das Praxisseminar "Medien für alle. Das Taktil Illustrierte Buch als mutiges Medium für Inklusion" an. Ein Besuch.

Von der Uni auf direktem Weg in die Landespolitik – Christian Schaft hat diesen Schritt getan. Nach dem Bachelor in Kommunikationswissenschaft und Staatswissenschaften blieb er in Erfurt, schloss noch einen Master in Kommunikationswissenschaft an und sitzt inzwischen für "Die LINKE" im Landtag. Dort kümmert er sich besonders um die Themen Hochschul- und Wissenschaftspolitik. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen aus dem Studium…

Malek Harba kam vor zehn Jahren von Syrien nach Deutschland, um sein politikwissenschaftliches Studium abzuschließen und zu promovieren. Seitdem engagierte er sich ehrenamtlich und unterstützt Flüchtlinge bei der Integration in Deutschland. So entstand schließlich die Idee, ein eigenes Sprachenzentrum mit ganzheitlichem Ansatz zu gründen. Anfang April hat er das Erfurter Zentrum für Sprachen und Integration (EZSI) eröffnet. Sein Motto: "Von Zugewanderten für Zugewanderte“.

Politisches Engagement, ausgefallene Hobbys, ehrenamtliche Tätigkeiten, spannende Nebenjobs – unsere Studierenden und Mitarbeiter machen allerhand „nebenbei“. Was sie da tun, wollten wir genauer wissen und haben nachgefragt. In unserer kleinen Reihe "Off Campus“ stellen wir euch einige davon vor. Den Anfang macht unsere Studentin Elisa. Sie studiert Kommunikationswissenschaft und Management im 2. Fachsemester und ist Co-Redakteurin eines bekannten Erfurt-Blogs – aber lest am besten selbst…

Das Grenzlandmuseum Eichsfeld möchte die Hintergründe der früheren Grenzübergangsstelle bei Teistungen weiter erforschen. Dabei arbeitet es nicht nur mit der Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU), sondern auch mit Studierenden der Universität Erfurt zusammen. Ein Gewinn für beide Seiten. Das jedenfalls sagt Prof. Dr. Christiane Kuller, Historikerin an der Uni, über die der Kontakt zustande kam. "Ich freue mich, über diese Möglichkeit der Kooperation – denn unsere Studierenden lernen dabei höchst praktisch, mit der jüngeren deutschen Geschichte umzugehen, Quellen zu suchen, zu recherchieren, zu analysieren und daraus nachhaltige Konzepte zu entwickeln. Das ist vor allem vor dem Hintergrund spannend, dass die meisten von ihnen die DDR nur aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kennen, weil sie erst in den 90er-Jahren oder noch später geboren sind." [...]

Gesellschaftspolitische Anliegen, Politik, Wirtschaft, Medien, Sport, Musik, Religion oder internationale Angelegenheiten – die Liste der Themen, für die sich unsere Studierenden neben ihrem Studium engagieren, ist lang. Und so vielfältig das Angebot ist, so verschieden sind auch die Studierenden, die hinter den Hochschulgruppen und Studentengemeinden stehen. Wir haben einige von ihnen gefragt, was sie motiviert, neue Hochschulgruppen ins Leben zu rufen oder in die Fußstapfen früherer Studentengenerationen zu treten, und warum man ihrer Hochschulgruppe beitreten sollte. Denn Nachwuchs wird natürlich immer gesucht. 

Mitstreiter suchen auch die Mitglieder der International Young Naturefriends, die seit November 2016 an der Uni Erfurt aktiv sind. Wir haben bei Hochschulgruppensprecher René nachgefragt, wer hinter der HSG steht, was im kommenden Semester geplant ist und natürlich auch, warum man bei IYNF mitmachen sollte. [...]

Was Sebastian Mutke macht, ist alles andere als ein „Allerweltsjob“: Er ist Pastoralreferent im Bistum Osnabrück. Ein seltener wenngleich auch wichtiger Beruf. Das Studium der Theologie an der Uni Erfurt führte ihn dorthin und auch das BA-Studium Soziale Arbeit an der Erfurter Fachhochschule war sicher eine gute Grundlage. Wir sprachen mit ihm über seine Erfahrungen und haben gleich ein paar Ratschläge für aktuelle Studierende eingeholt…

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